Der Spannungsabfall (in VDE-Normen offiziell Spannungsfall genannt) beschreibt den physikalischen Verlust von elektrischer Spannung auf dem Weg vom Stromerzeuger zum Verbraucher.
Das Prinzip ist simpel: Kein Kabel der Welt leitet Strom völlig verlustfrei. Jeder metallische Leiter besitzt einen internen elektrischen Widerstand. Wenn nun Strom durch das Kabel fließt, muss er diesen Widerstand überwinden. Ein Teil der elektrischen Energie wird dabei in Wärme umgewandelt und geht verloren. Die Folge: Am Ende der Leitung kommt weniger Spannung an, als am Anfang eingespeist wurde.
Wie stark die Spannung auf der Strecke einbricht, wird durch vier wesentliche Faktoren bestimmt:
Die Leitungslänge: Je länger das Kabel, desto höher der Widerstand. Eine 100 Meter lange Leitung hat einen doppelt so hohen Spannungsabfall wie eine 50 Meter lange Leitung (bei gleichem Querschnitt).
Der Leiterquerschnitt: Das ist die wichtigste Stellschraube für Anlagenplaner! Je dicker das Kabel (größerer Querschnitt in mm²), desto geringer ist der elektrische Widerstand und desto geringer ist der Spannungsabfall.
Das Leitermaterial: Kupfer hat eine exzellente Leitfähigkeit. Nutzt man stattdessen das günstigeres Aluminium, ist der Widerstand höher und der Spannungsabfall steigt deutlich an, sofern der Querschnitt nicht entsprechend vergrößert wird.
Die Stromstärke (Ampere): Je mehr Strom durch die Leitung gepresst wird, desto höher fällt der Spannungsverlust aus.
Ein zu großzügig tolerierter Spannungsabfall hat in der Praxis gravierende technische und wirtschaftliche Konsequenzen:
Leistungsverlust der Anlage: Die verlorene Spannung wird in Wärme umgewandelt. Das ist buchstäblich Energie, die verpufft und nicht genutzt werden kann.
Funktionsstörungen: Fällt die Spannung am Ende der Leitung unter einen bestimmten Schwellenwert, schalten empfindliche elektronische Geräte ab oder Motoren bringen nicht mehr ihre volle Leistung.
Sicherheitsrisiko: Eine ständige Umwandlung von Spannung in Wärme heizt das Kabel auf, was die Isolierung (z. B. PVC) vorzeitig altern lässt.
Besonders bei gewerblichen PV-Anlagen ist der Spannungsabfall ein zentrales Thema. Die Solarmodule auf dem Dach produzieren wertvollen Gleichstrom (DC). Ist das Kabel vom Dach bis zum Wechselrichter im Keller zu dünn dimensioniert, geht auf dieser Strecke kontinuierlich Leistung verloren. Dieser unsichtbare Verlust summiert sich über die 25-jährige Lebensdauer der Anlage auf gewaltige Summen.
Daher fordern Planer auf der DC-Seite oft einen maximalen Spannungsabfall von unter 1 %. Um dies bei langen Kabelwegen zu erreichen, muss zwingend ein größerer Solar-Kabelquerschnitt (z. B. 6,0 mm² oder 10,0 mm² statt 4,0 mm²) gewählt werden.
Jedes Zehntel Volt, das auf der Strecke verloren geht, mindert die Effizienz Ihrer Anlage. KBE Elektrotechnik fertigt Automotive-, Industrie- und Solarleitungen aus hochreinem Elektrolytkupfer mit exakt normgerechten Querschnitten. Dadurch garantieren wir Ihnen einen minimalen Leiterwiderstand und eine verlustarme Energieübertragung – auch über große Distanzen.
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