Der Litzenaufbau beschreibt die Konstruktion eines elektrischen Leiters aus vielen feinen, miteinander verseilten (verdrehten) Einzeldrähten – den sogenannten Litzen. Im Gegensatz zu einem massiven, eindrähtigen Leiter aus einem einzigen dicken Kupferblock, zeichnet sich ein Litzenleiter durch eine enorm hohe Flexibilität und eine exzellente mechanische Belastbarkeit bei Biegung und Vibration aus.
Ein Praxisbeispiel zum Leiterquerschnitt: Ein Kupferleiter mit einem Querschnitt von 6,0 mm² kann als massiver Draht extrem starr und kaum biegbar sein. Besteht derselbe 6,0 mm² Querschnitt jedoch aus einem Litzenaufbau von beispielsweise 80 haarfeinen Einzeldrähten, lässt sich das Kabel mühelos biegen und verlegen. Die elektrische Leitfähigkeit bleibt in beiden Fällen identisch.
Um die Flexibilität eines Litzenaufbaus international zu standardisieren, werden elektrische Leiter in der Norm IEC 60228 (bzw. DIN VDE 0295) in verschiedene Leiterklassen eingeteilt. Je höher die Klasse, desto feiner und zahlreicher sind die Einzeldrähte:
Der größte Vorteil des feindrähtigen Litzenaufbaus ist die Verhinderung von Kabelbrüchen. Wird ein massiver Draht wiederholt gebogen, kommt es zur Materialermüdung und der Leiter bricht. Ein Litzenaufbau verteilt die mechanischen Zug- und Druckkräfte bei Biegung auf die vielen feinen Einzeldrähte, die dank ihrer Verseilung im Verbund flexibel aneinander abgleiten können.
Litzenleiter sind daher zwingend erforderlich bei:
Ob hochflexible feinstdrähtige Kupferlitzen (Klasse 6) für platzsparende Automobil-Leitungen oder robuste, verzinnte feindrähtige Leiter (Klasse 5) für langlebige Solaranlagen: KBE Elektrotechnik fertigt Kabel mit optimiertem Litzenaufbau. Unsere moderne Verseiltechnik garantiert perfekt runde, normgerechte Leiterkonstruktionen, die selbst unter den härtesten industriellen Bedingungen eine zuverlässige Signal- und Stromübertragung sicherstellen.
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